GEOTECHNIK
Erlangen, Germany
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Geotechnik in Erlangen

Ein Planungsbüro aus Erlangen lässt die Bodenmechanik vom günstigsten Anbieter prüfen, und drei Monate später stehen die Risse im Fundament. Der Fehler liegt fast immer im Detail: Eine ungestörte Probe wurde falsch entnommen, die Konsolidierung nicht korrekt ermittelt oder die Scherparameter stimmen nicht mit der realen Belastung überein. Im Erlanger Raum mit seinen heterogenen Keuperböden und quartären Talfüllungen der Regnitz ist die Gefahr von Fehleinschätzungen besonders hoch. Unser bodenmechanisches Labor arbeitet nach DIN 18137 und liefert belastbare Kennwerte – vom undrainierten Scherwiderstand bis zum Steifemodul. Für tiefere Aufschlüsse ergänzen wir die Laborarbeit mit der Sondierung SPT, wenn die Tragfähigkeit in grösseren Tiefen zu bewerten ist.

Die bodenmechanische Laboruntersuchung ist der einzige Weg, um aus einer Bodenprobe belastbare Zahlen für die Bemessung zu gewinnen – alles andere ist Abschätzung.
Geotechnik in Erlangen

Ablauf und Umfang

Die Bodenmechanik in Erlangen muss mit stark wechselnden Wassergehalten umgehen: Trockene Sommer härten die tonigen Schichten des Feuerletten aus, während die Hochwasserperioden der Regnitz weiche, fast breiige Konsistenzen erzeugen. Diese Spanne beeinflusst direkt die Scherfestigkeit und das Verformungsverhalten. Wir simulieren diese Bedingungen im Labor mit konsolidierten undundrainierten Triaxialversuchen, Rahmenscherversuchen und Ödometerversuchen. Jede Probe durchläuft eine vollständige Zustandsbestimmung: natürlicher Wassergehalt, Dichte, Korngrössenverteilung und Plastizität. Die Ergebnisse dienen als Eingangsparameter für Setzungsberechnungen und Standsicherheitsnachweise. Auf dieser Basis lassen sich Gründungstiefen und Lastverteilung sicher dimensionieren, ohne mit überhöhten Sicherheitsfaktoren zu arbeiten.

Lokaler geotechnischer Kontext

Erlangen wuchs ab den 1960er Jahren rasant über seine mittelalterlichen Grenzen hinaus. Der Stadtteil Büchenbach und das Gewerbegebiet Tennenlohe entstanden auf Flächen, die zuvor landwirtschaftlich genutzt oder als Überschwemmungsgebiete der Regnitz ausgewiesen waren. Diese historische Entwicklung bedeutet für die Bodenmechanik: Wir treffen oft auf anthropogene Auffüllungen mit Bauschutt oder organischen Einschlüssen, die extrem setzungsempfindlich sind. Ein Ödometerversuch an einer gestörten Probe aus diesen Schichten liefert oft Steifemoduln unter 5 MN/m². Wer das ignoriert, programmiert Setzungsdifferenzen von mehreren Zentimetern zwischen tragenden und nicht tragenden Wänden. Die bodenmechanische Untersuchung deckt diese Schwachstellen auf und erlaubt eine gezielte Bodenverbesserung oder einen Bodenaustausch.

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Referenznormen

DIN 18137-1:2010-07 (Triaxialversuch), DIN 18135:2012-04 (Ödometerversuch), DIN 18122-1:2020-11 (Konsistenzgrenzen), DIN EN ISO 17892-4:2017-02 (Korngrössenanalyse)

Ergänzende Leistungen

01

Scherfestigkeits- und Verformungsparameter

Durchführung von Rahmenscherversuchen und Triaxialversuchen (CU, UU, CD) zur Bestimmung von Reibungswinkel, Kohäsion und Steifemodul. Alle Versuche inklusive Dichte- und Wassergehaltsbestimmung vor und nach der Scherung.

02

Zustands- und Klassifikationsprüfungen

Vollständige Bodenansprache nach DIN EN ISO 14688 mit Korngrössenverteilung, Konsistenzgrenzen und organischem Anteil. Die Ergebnisse liefern die Grundlage für die Homogenbereiche nach VOB/C.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
Prüfnorm (Scherfestigkeit)DIN 18137-2 / DIN EN ISO 17892-10
TriaxialversuchCU, CD, UU nach DIN 18137-1
ÖdometerversuchDIN 18135 (Steifemodul Es)
KorndichteDIN 18124 (Kapillarpyknometer)
WassergehaltDIN 18121 (Ofentrocknung)
KonsistenzgrenzenDIN 18122 (Fliess- und Ausrollgrenze)
ProctorversuchDIN 18127 (Trockendichte)

Fragen und Antworten

Welche Bodenproben benötigt ihr für eine vollständige bodenmechanische Untersuchung?

Wir arbeiten sowohl mit gestörten als auch ungestörten Proben. Für Scher- und Ödometerversuche sind ungestörte Proben in Stahlzylindern (Durchmesser mindestens 100 mm) nötig. Für Klassifikation, Proctor und Korngrössen reichen gestörte Proben von etwa 5 bis 10 kg je Homogenbereich. Die Entnahme sollte durch einen Geotechniker erfolgen, um repräsentatives Material zu sichern.

Was kostet eine bodenmechanische Laboruntersuchung für ein Einfamilienhaus?

Für ein Einfamilienhaus in Erlangen mit zwei bis drei Homogenbereichen und einem üblichen Prüfumfang (2-3 Triaxialversuche, 2 Ödometerversuche, Zustandsgrenzen je Schicht) liegen die Kosten zwischen €3.200 und €4.140. Der genaue Preis hängt von der Probenanzahl und den geforderten Prüfverfahren ab.

Wie lange dauert die Ermittlung der Scherparameter im Labor?

Die reine Versuchszeit für einen konsolidierten, drainierten Triaxialversuch beträgt je nach Durchlässigkeit des Bodens 7 bis 14 Tage. Zusätzlich muss die Probe vorbereitet und gesättigt werden. Mit allen Zustandsprüfungen und der Auswertung sollten Sie für ein komplettes Scherprogramm mit drei bis vier Wochen rechnen.

Reicht ein einfacher SPT-Versuch oder brauche ich zusätzlich Laborversuche?

Der SPT liefert eine relative Lagerungsdichte und einen Eindringwiderstand, aber keine direkten Kennwerte für Verformung oder Scherfestigkeit. Für jede Setzungsberechnung oder jeden Standsicherheitsnachweis benötigen Sie die im Labor ermittelten Steifemoduln und Scherparameter. Beide Verfahren ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Erlangen und seinem Großraum.

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