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Erlangen, Germany
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Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Erlangen

Der Baugrund in Erlangen wechselt oft auf kurzer Distanz: Während man im Osten auf verwitterten Burgsandstein des Mittleren Keupers trifft, dominieren im Erlanger Becken und entlang der Regnitz pleistozäne Terrassensande und -kiese. Für die Qualitätssicherung im Erdbau bedeutet das, dass ein auf dem Bamberger Weg erreichter Verdichtungsgrad nicht automatisch auf eine Baugrube im Röthelheimpark übertragbar ist. Wir führen die Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren direkt am Einbauort durch, um den Trockenraumdichtewert ungestört zu ermitteln. Ergänzend ziehen wir bei grobkörnigen Böden den Proctorversuch heran, um die Bezugsgröße für den Verdichtungsgrad zu bestimmen, und nutzen die Korngrößenanalyse zur Klassifikation nach DIN 18196.

Der Verdichtungsgrad auf Erlanger Keuperböden ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer kontrollierten Kombination aus Wassergehalt und eingetragener Energie.

Ablauf und Umfang

Ein klassischer Fehler in Erlangen ist das Verlassen auf die Walzenübergänge allein, ohne eine stichprobenartige Kontrolle der Verdichtung. Gerade die feinsandigen, teils schluffigen Auenlehme, die man im Umfeld des Aurach-Zuflusses antrifft, neigen dazu, sich bei zu geringem Wassergehalt scheinbar hart anzufühlen, obwohl das Porenvolumen weit über dem zulässigen Maß liegt. Das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 / DIN 18125-2 misst das tatsächliche Volumen einer entnommenen Grube durch kalibrierten Normsand und liefert so einen belastbaren Dichtewert, der unabhängig vom subjektiven Eindruck der Kolonne ist. In unserer Erfahrung zeigen sich Abweichungen von über 5 % zum geforderten Dpr-Wert besonders dann, wenn die Einbaufeuchte nicht kontinuierlich an die wechselnden Horizonte aus Sand und Tonsteinzersatz angepasst wurde. Eine frühzeitige Prüfung spart hier kostspieliges Nachverdichten oder gar den Austausch von bereits eingebautem Material.
Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Erlangen

Lokaler geotechnischer Kontext

Die DIN 19731 in Verbindung mit den ZTV E-StB 17 fordert für Erlangen als Verdichtungszone innerhalb der Fränkischen Bruchschollenlandschaft spezifische Nachweise. Die quartären Talfüllungen im Regnitzgrund reagieren empfindlich auf dynamische Lasten, und eine unzureichend verdichtete Tragschicht unter einer Bodenplatte in Büchenbach kann Setzungsdifferenzen von mehr als 2 cm verursachen – genug, um starre Beläge reißen zu lassen. Das Risiko liegt nicht nur im globalen Setzungsbetrag, sondern in der ungleichen Verteilung, die besonders bei den heterogenen Wechsellagerungen aus Ton- und Sandstein auftritt. Ein lückenloser Nachweis der Felddichte mit dem Sandkegelverfahren ist daher die einzige Methode, um vor dem Betonieren sicherzustellen, dass die planmäßige Steifigkeit des Planums tatsächlich erreicht wurde und keine Schwachstellen im Untergrund verbleiben.

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Referenznormen

DIN 18125-2 / DIN 18125-2: Sandkegelverfahren, DIN 18196: Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, ZTV E-StB 17: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdbau, DIN 19731: Bodenbeschaffenheit - Verwertung von Bodenmaterial

Ergänzende Leistungen

01

Proctorversuch (DIN 18127)

Ermittlung der Proctordichte als Referenzwert für den Verdichtungsgrad. Wir führen sowohl den einfachen als auch den modifizierten Versuch je nach Einbaugerät und Lastklasse durch.

02

Trockenrohdichte Auswertung

Sofortige Ermittlung des Dpr-Wertes [%] direkt nach der Prüfung, inklusive grafischer Darstellung des Verdichtungsverlaufs entlang der geprüften Fläche.

03

Korngrößenverteilung

Siebanalyse und Schlämmanalyse zur genauen Bestimmung der Bodengruppe, essenziell für die Beurteilung der Verdichtbarkeit von Erlanger Mischböden.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18125-2 / DIN 18125-2
Prüfraster BaugrubensohleAlle 500 m², mind. 3 pro Schicht
Prüfraster LeitungsgrabenAlle 50 lfm pro Lage
Maximale KorngrößeBis 63 mm (nach Rücksprache)
KalibriersandNormsand CEN EN 196-1, zertifiziert
DokumentationPrüfprotokoll mit Dpr [%], Lage und Koordinaten
Typische Prüfdauer vor OrtCa. 20–30 Minuten je Messpunkt

Fragen und Antworten

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel in Erlangen?

Für eine Dichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren in Erlangen liegen die Kosten je nach Umfang und Anzahl der Messpunkte typischerweise zwischen €110 und €120 pro Einzelprüfung, inklusive Anfahrt im Stadtgebiet und Prüfprotokoll.

Wie viele Dichteprüfungen sind auf meiner Baustelle in Erlangen nötig?

Das Prüfraster richtet sich nach der ZTV E-StB 17 und der Art des Bauwerks. Auf einer Baugrubensohle in Erlangen ist in der Regel alle 500 m² eine Prüfung vorgeschrieben, bei Leitungsgräben alle 50 Meter. Wir beraten Sie nach Vorlage des Bauplans zur genauen Prüfdichte.

Kann das Sandkegelverfahren auch bei Regen in Erlangen eingesetzt werden?

Nasses Wetter erschwert die Entnahme, da das Bohrloch nicht einstürzen darf und der Sand nicht verklumpen soll. Mit einem Schutzschirm und wasserdichten Behältern können wir die Prüfung bei leichtem Regen noch durchführen, bei Starkregen verschieben wir den Termin jedoch kurzfristig, um die Messgenauigkeit nicht zu gefährden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Erlangen und seinem Großraum.

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