GEOTECHNIK
Erlangen, Germany
kontakt@geotechnik.vip
StartseiteLabor

Labor in Erlangen

Die Kategorie Labor umfasst sämtliche geotechnischen und bodenmechanischen Laboruntersuchungen, die für die Baugrundbeurteilung in Erlangen und der Metropolregion Nürnberg erforderlich sind. Im Mittelpunkt stehen die Ermittlung von Bodenkennwerten, die Klassifizierung von Bodenproben sowie die Bestimmung von Zustandsgrenzen bindiger Böden. Diese Laboranalysen bilden die unverzichtbare Grundlage für jede fachgerechte Gründungsberatung, die Bemessung von Bauwerken nach Eurocode 7 und die Erstellung geotechnischer Berichte gemäß DIN 4020. Ohne belastbare Laborwerte lassen sich weder die Tragfähigkeit noch das Setzungsverhalten des Baugrunds zuverlässig prognostizieren, was in einem dicht besiedelten und geologisch heterogenen Stadtgebiet wie Erlangen mit seinen Flussauen, Terrassensanden und Keuper-Verwitterungsböden ein erhebliches Risiko darstellt.

Die lokale Geologie Erlangens ist geprägt durch die quartären Ablagerungen der Regnitz und ihrer Nebenflüsse sowie durch die darunter anstehenden Festgesteine des Mittleren Keupers, insbesondere den Burgsandstein und den Coburger Sandstein. In den Flussniederungen dominieren weiche, setzungsempfindliche Auelehme und Torflinsen, während auf den Terrassenflächen mitteldicht gelagerte Sande und Kiese vorherrschen. Diese Wechsellagerung erfordert eine differenzierte Probenansprache und zwingend eine laborative Überprüfung der Feldbefunde. So kann eine Korngrößenanalyse (Siebunng + Hydrometer) die genaue Kornverteilung ermitteln und damit die Frostempfindlichkeit oder die Verdichtbarkeit eines Bodens beurteilen, während die Atterberg-Grenzen Aufschluss über die Plastizität und das Schrumpf- und Quellpotenzial bindiger Schichten geben.

Labor in Erlangen

Die normativen Grundlagen für Laboruntersuchungen in Deutschland sind strikt geregelt. Maßgeblich sind die DIN EN ISO 17892-Reihe für die geotechnischen Laborversuche sowie ergänzend die nationalen Normen wie DIN 18123 für die Korngrößenbestimmung durch Siebung und Sedimentation oder DIN 18122 für die Zustandsgrenzen. Die DIN 4020 verlangt, dass der Umfang der Laborversuche auf die geotechnische Kategorie des Bauvorhabens abgestimmt wird, während die DIN EN 1997-2 die direkten und indirekten Verfahren zur Ermittlung der Bodenkenngrößen regelt. Für Erlangen sind zudem die Vorgaben der Bayerischen Technischen Baubestimmungen zu beachten, die auf die regionalen Besonderheiten des Keuper-Verwitterungsbodens Bezug nehmen und bei öffentlichen Bauvorhaben spezifische Anforderungen an die Prüfhäufigkeit stellen können.

Die Laborleistungen dieser Kategorie werden für eine Vielzahl von Projekten benötigt. Dazu zählen der Neubau von Wohn- und Geschäftshäusern in den Stadtteilen Büchenbach oder Bruck, die Errichtung von Gewerbebauten im Tennenloher Gewerbegebiet, die Sanierung historischer Bausubstanz in der Innenstadt, der Straßen- und Kanalbau sowie die Baugrubensicherung bei Tiefbaumaßnahmen. Auch für die Erstellung von Baugrundgutachten im Rahmen von Grundstücksverkäufen oder für die Bewertung von Altlastverdachtsflächen sind die Laboranalysen unverzichtbar. Die Korngrößenanalyse liefert dabei die Basis für die Einstufung nach DIN 18196, während die Atterberg-Grenzen die Konsistenzzahl und damit die Konsistenz des bindigen Bodens definieren, was direkt in die Wahl des Gründungstyps einfließt.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.vip

Verfügbare Leistungen

Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer)

→ Ver detalle

Atterberg-Grenzen

→ Ver detalle

Fragen und Antworten

Welche Laborversuche sind für ein Einfamilienhaus in Erlangen üblich?

Für ein Einfamilienhaus werden in der Regel Korngrößenanalysen zur Bestimmung der Bodenart und Frostempfindlichkeit sowie Atterberg-Grenzen zur Beurteilung bindiger Böden durchgeführt. Dazu kommen Wassergehaltsbestimmungen und gegebenenfalls Dichteversuche. Der Umfang richtet sich nach der geotechnischen Kategorie 2, die bei normalen Gründungsverhältnissen gemäß DIN 4020 und Eurocode 7 anzusetzen ist.

Warum sind Laboruntersuchungen wichtig, wenn der Boden vor Ort schon angesprochen wurde?

Die feldgeologische Ansprache liefert qualitative Hinweise, kann aber quantitative Bodenkennwerte nicht ersetzen. Laborversuche ermitteln exakt die Kornverteilung, Plastizität und Zustandsgrenzen, die für die rechnerische Bemessung der Gründung, die Setzungsprognose und die Einstufung in Bodengruppen nach DIN 18196 zwingend erforderlich sind und Haftungsrisiken für den Planer minimieren.

Welche Normen gelten für geotechnische Laborversuche in Deutschland?

Die Laborversuche basieren auf der DIN EN ISO 17892-Reihe, ergänzt durch nationale Normen wie DIN 18123 für die Korngrößenbestimmung und DIN 18122 für die Zustandsgrenzen. Die DIN 4020 regelt den geotechnischen Bericht, während die DIN EN 1997-2 die Verfahren zur Ermittlung der Bodenkenngrößen für die Bemessung nach Eurocode 7 festlegt.

Wie lange dauert die Durchführung einer vollständigen Laboranalyse?

Die Dauer hängt vom Versuchsumfang und der Probenanzahl ab. Eine Siebanalyse liegt oft nach wenigen Tagen vor, während eine kombinierte Sieb- und Hydrometeranalyse oder die Bestimmung der Atterberg-Grenzen aufgrund der Probenvorbereitung und der erforderlichen Trocknungszeiten etwa eine Woche in Anspruch nehmen kann.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Erlangen und seinem Großraum.

Größere Karte ansehen