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Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Erlangen

Der Boden in Erlangen wechselt auf kürzester Distanz. In den Auen der Regnitz steht das Grundwasser oft schon bei 1,50 m Tiefe an, während am Burgberg Sandsteinkeuper mit klüftigem Fels beginnt. Diese Kontraste machen pauschale Annahmen zur Durchlässigkeit unmöglich. Wir führen den Felddurchlässigkeitsversuch genau dort aus, wo die Planung es verlangt: im Kies der Talsohle mit Lefranc, im angewitterten Fels mit Lugeon. Der Versuch liefert belastbare kf-Werte für Versickerungsanlagen und Wasserhaltungen. Gerade im dicht bebauten Stadtgebiet von Erlangen, wo Bauflächen knapp sind, sichern diese Kennwerte die Entwässerungsplanung ab. Sie vermeiden teure Umplanungen, wenn der Baugrund anders reagiert als im Labor angenommen.

Ein Lugeon-Versuch im klüftigen Burgsandstein liefert oft Werte zwischen 3 und 15 Lugeon — entscheidend für die Dimensionierung der Bauwerksabdichtung.

Ablauf und Umfang

Die Regnitz und ihre Nebengewässer prägen den Untergrund im Erlanger Zentrum. Hier dominieren quartäre Talfüllungen mit Wechsellagen aus Sand, Schluff und Kies. Ein Sondierbohrung mit SPT gibt Aufschluss über die Lagerungsdichte dieser Schichten. Der Lefranc-Versuch in offenen Bohrlöchern ergänzt diese mechanischen Kennwerte um die hydraulische Leitfähigkeit. Am Rathsberg oder im Meilwald dagegen steht Fels oberflächennah an. Im Klüftungsgefüge des Keupers messen wir mit dem Lugeon-Test. Die Packerstufen isolieren einzelne Abschnitte und zeigen, wie tief die Verwitterung reicht. Eine Korngrößenanalyse der Bohrkerne korreliert die Feldmessungen mit dem Feinanteil der Matrix.
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Erlangen

Lokaler geotechnischer Kontext

Ein Neubauprojekt in der östlichen Altstadt stand vor dem Problem: Die Baugrube lag im Schwankungsbereich des Grundwassers, die Restwasserhaltung war falsch bemessen. Der Planer hatte den kf-Wert aus Laborversuchen an gestörten Proben abgeleitet — das Ergebnis lag um den Faktor 20 zu niedrig. Der Felddurchlässigkeitsversuch zeigte dann die tatsächliche Leitfähigkeit der Regnitzkiese. Die Pumpenleistung wurde verdoppelt, die Wasserhaltung lief stabil. Fehlt die In-situ-Messung, drohen doppelte Risiken: Setzungen der Nachbarbebauung durch zu starke Absenkung oder ein vollgelaufenes Baufeld. In Erlangen mit seiner hohen Bebauungsdichte und sensiblen Universitätsgebäuden ist beides nicht hinnehmbar.

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Referenznormen

DIN EN ISO 22282:2012 — Geotechnische Erkundung und Feldversuche, Eurocode 7 (EN 1997-2:2007) — Ergänzende Regelungen zu Feldversuchen, DWA-A 138 — Versickerung von Niederschlagswasser, ISO 17025 — Akkreditierung des Prüflabors.

Ergänzende Leistungen

01

Lefranc-Versuch im Bohrloch

Versuch mit konstanter oder fallender Druckhöhe in Lockergesteinen. Geeignet für Baugrundgutachten, Versickerungsnachweise und Grundwasserabsenkung.

02

Lugeon-Test im Fels

Wasserabpressversuch mit Einfach- oder Doppelpacker. 5 Laststufen pro Abschnitt. Auswertung nach Houlsby für die Durchlässigkeit des Kluftsystems.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
Versuchstyp LockergesteinLefranc (konstante / fallende Druckhöhe)
Versuchstyp FelsLugeon (Packer-Test mit 5 Druckstufen)
Bohrdurchmesser Lefranc100 - 146 mm
Teststrecke Lugeon3 - 5 m pro Packerstufe
Erfassungsbereichkf 10^-2 bis 10^-8 m/s
Normative GrundlageDIN EN ISO 22282, Eurocode 7 (EN 1997-2)
Dauer pro Versuch40 - 90 Minuten je nach Bodensättigung

Fragen und Antworten

Wann brauche ich einen Lefranc- und wann einen Lugeon-Versuch?

Lefranc setzen wir in Lockergesteinen wie Sand, Kies oder Schluff ein. Sobald Fels ansteht — in Erlangen typisch der Burgsandstein — ist der Lugeon-Test mit Packer die richtige Wahl. Die Entscheidung fällt nach der Bohrkernansprache.

Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch in Erlangen?

Die Kosten liegen je nach Aufwand und Anzahl der Teststrecken zwischen €580 und €1090. Ein Lefranc-Versuch in einem flachen Bohrloch ist günstiger als ein Lugeon-Test über mehrere Packerstufen im Fels.

Kann ich den Versuch auch für ein Versickerungsbecken nutzen?

Ja, das ist eine Standardanwendung. Der Feldversuch liefert den kf-Wert in der exakten Einbautiefe der Rigole oder des Beckens. Zusammen mit der Körnungslinie aus dem Labor reicht das für den Nachweis nach DWA-A 138. Mehr Info.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Erlangen und seinem Großraum.

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